Selbsthilfe und Alkohlsucht
Den Begriff Selbsthilfe haben sicherlich schon viele Menschen gehört oder gelesen. In kurzer Erklärung bedeutet dieses Wort den Austausch unter Menschen mit gleichen Problemen, Krankheiten, Sorgen, aber auch schönen Dingen, wie gemeinsame Freizeitinteressen oder Hobbys. Die Selbsthilfe bei der Alkoholsucht ist heute bei vielen Alkoholikern nicht mehr wegzudenken. Nach einer ärztlichen Behandlung, Gesprächen beim Psychologen oder einer Therapie, bietet sie zu jeder Tages- und Nachtzeit einen informativen Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Der Ablauf von realen Selbsthilfegruppen ist ein Treffen von Gleichgesinnten, die sich ein- oder mehrmals in der Woche an einem bestimmten Ort treffen und sich gegenseitig durch ihr Erfahrungen bei der Problembewältigung unterstützen. Wer schon eine Zeit ohne Alkohol lebt, kann anderen noch Hilfesuchenden seinen Weg beschreiben und somit kann der noch am Anfang stehende Alkoholiker aus den guten und auch schlechten Lösungsansätzen lernen. Um aus Fehlern und auch positiv verlaufenden Lebensgeschichten lernen zu können, ist es wichtig, seine eigenen Gedanken in Frage zu stellen und anderen Menschen zu vertrauen.
Alkoholiker versuchen oft, ihre eigenen Wege zu finden, weil die notwendigen Lebensveränderungen für sie zu weit gehen und sie einen für sich goldenen Mittelweg suchen. Dadurch verlieren sie oft wertvolle Lebenszeit, die oft durch einen oder mehrere Rückfälle in den Alkoholkonsum geprägt sind. Lernen heißt vertrauen zu können. Nur dann macht der Erfahrungsaustausch auch Sinn und kann helfen, ein Leben ohne Alkohol zu erreichen.